Der Weichsel-Werder-Ring »  Elbing

Elbing wurde 1237 durch den Deutschen Orden und Lübecker Kaufleute gegründet. Im Gründungsprivileg 1246 verlieh der Hochmeister der Stadt das Lübische Recht.
Bis Anfang des 14 Jh. war Elblag der bedeutendste Hafen des Ordenslandes.
Die Menschen in Elblag waren damals sehr wohlhabend, dafür sprechen bis heute die Funde, die durch Archäologen in der Altstadt- Ausgegraben werden; unter anderem sehr viele Sachen aus Bernstein, Metall, Keramik sowie Glas.

Im Jahr 1237 begann der Deutsche Orden mit dem Bau einer Burg; diese war von 1251 bis 1309 Haupthaus des Deutschen Ritterordens in Preußen. In den 1240, 1260 und 1270 Jahren mussten sich Stadt und Burg mehrere Angriffe der Preußen erwehren. Nach einem Stadtbrand 1288 erfolgte der Wiederaufbau in Stein. Um 1337 gründete der Orden südöstlich der Stadt eine selbständige Neustadt, die nur für Ackerbürger und Handwerker mit dem Lübischen Recht ausgestattet wurde. 1478 schlossen sich beide Städte zusammen.

Von 1466 bis 1772 gehörte Elblag zum königlichen Preußen, dabei bewahrte es seine Sonderstellung als autonome Stadtrepublik.
Im 17 und 18 Jh. nahm der schwedische König Gustav II die Stadt ein.
Bei der ersten Teilung Polens 1772 wurde Elblag ein Teil des Königreichs Preußen, Provinz Westpreußen. 
Jedoch 1807 wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt; Im 19 Jh. entwickelte sich Elblag zur Industriestadt. Aufgrund der Versailler Vertrags blieb die Stadt zusammen mit dem rechts von Nogat und Weichsel gelegenen Teil Westpreußen.
1945 wurde Elblag von der Roten Armee eingenommen. 65% aller Gebäude fielen dem Feuersturm zum Opfer, bis auf 6 Gebäuden waren alle Bauten der Altstadt zerstört. Ein größter Teil der Bevölkerung flüchtete aus Elblag. Am 19 Mai 1945 wurde die Stadt von der sowjetischen Besatzungsmacht an Polen übergeben. Die Stadt blieb lange ein Trümmerfeld, 1958 begannen die Aufräumarbeiteten. Der Wiederaufbau dann ab 1990.
Nach der Schlacht bei Tannenberg eroberten die Einwohner von Elblag mit eigenen Kräften die Burg, übergaben sie dem polnischen König Jagiello als Geschenk und legten ihm gegenüber den Huldigungseid ab.
 1454 wurde die Burg von den Elblingern erneut zerstört. In den Jahren 1466- bis 1772 gehörte die Stadt zu Polen und wurde während der Herrschaft des Königs Sigismund ein wichtiger Kriegshafen. Bei der ersten Teilung Polens 1772 fiel die Stadt an Preußen. Sie verlor zahlreiche Privilegien. 1945 wird Elblag polnisch.

Elblag besitzt einige interessante Sehenswürdigkeiten; unter anderem: Viele gotische Kirchen. 
-Die Ehemalige Stadtpfarrkirche St. Nikolai (gotisch, 13. Bis 16. Jh) umgebaut im 18 Jh.Aus welcher Richtung man sich der Stadt auch nähert, schon von weitem ragt der schlanke, 96m hohe Turm über den Häusern der Altstadt.

-St.Marien Kirche zur Heiligen Jungfrau Maria, (gotisch 13. Bis 16. Jh), Wiederaufbau 1960 bis 1982, heute Kunstgalerie.

-Ein Dominikanerkloster ( 1238- Ruine).

-Einige erhaltene oder wiederaufgebaute Bürgerhäuser mit gotischen, Renaissance und barocken Ornamenten ( 14. Bis 17 Jh.)

-Ein Wahrzeichen der Stadt ist das Markttor, (erbaut 1314). Das letzte erhaltene von einst sieben mittelalterlichen Stadttoren stammt aus der Zeit, als die Rechtsstadt noch von einer hohen Wehrmauer umgeben war.

-Vom Bulvar Zygmunta Augusta  am Fluss, fängt die schöne Altstadt an.

In Elblag befindet sich ein Seehafen am Fluss, in dem jährlich 750.000 Tonnen Güter umgeschlagen werden können. Der Hafen ist auch für den Personen- und Autofährverkehr auf der Ostsee vorgesehen. Des weiten wurde der Jachthafen modernisiert.
Elblag verfügt jedoch über keinen freien Zugang zur Ostsee, der Schifffahrtsweg führt über das Fische Haff ( Zalew Wislany), oder russische Hoheitsgewässer ( Kalinigrad).

Am reizvollsten ist eine Reise auf dem Kanal Elblaski ( Oberländischer Kanal) nach Ostroda.
Der Jagiellonenkanal verbindet mit der Nogat; weitergehend gibt es die Möglichkeit über den  Druzno- See und weiter über den Elblag- Ostroda Kanal  bis nach Ostroda anzukommen .Dabei interessant sei auch  Stare Jablonki  ( Alt Jablonek) und Ilawa ( Eylau).
Für diejenigen, die mehr Zeit haben, gibt es die Möglichkeit mit einem Tragflächenboot bis nach Kalinigrad zu kommen. 


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