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Masuren - information

Region: Masuren
Länge der strecke: 100 km.
Ideal für: 7  tage.
Schlösser: 3  stück.
Anzahl Zugbrücke: 6  stück.

Masuren umfasst das Gebiet rings um die Masurische Seenplatte, das nördlich  Węgorzewo (deutsch Angerburg), östlich Ełk (deutsch Lyck), südlich Ostrołęka (deutsch Ostrolenka) und westlich Barczewo (deutsch Wartenburg in Ostpreußen) begrenzt. In weiterem Sinne umfasst Masuren das ganze nord-westliche Gebiet Polens, zusammen mit Warmia (deutsch Ermland) im Westen und Podlasie (deutsch Podlachien) im Osten.  Masuren ist ein Bestandteil der einigen Seenplatten (Masurische, Deutsch Eylauer und Wystiter Hügelland). Masuren besteht aus einer Vielzahl von Seen (über 3000) in einer eiszeitlichen Moränenlandschaft.  Das Gebiet ist eines der Hauptzielgebiete des Tourismus in Polen nicht nur für Segler und Kanuten. Die Naturliebhaber können aus dem Staunen nicht herauskommen, wie die Urwälder vielfältig hier sind. Die Wälder, Seen und Flüsse nehmen einen großen Teil dieser Landschaft ein. Zu den größten Wäldersystemen in Masuren gehört der Masurische Landschaftspark, der Jezioro Śniardwy (deutsch der Spirdingsee), das Gebiet rings um Jezioro Łukajno (deutsch Lucknainer See), einen Teil von Puszcza Piska (deutsch die Johannisburger Heide) und ein Wäldergebiet, wo der Fluss Krutynia (deutsch Kruttinna) fließt, umfasst. Zu den weiteren großen Wäldersystemen in Masuren gehört Puszcza Augustowska (deutsch die Augustów Heide), Puszcza Romnicka (deutsch die Rominter Heide) und Puszcza Borecka (deutsch die Borkener Heide). In den Wäldern kann man vor allem Kiefer, Fichten und Eichen treffen. In den sumpfigen Gebieten kann man Birken, Pappeln, Erlen und Eschen finden. Die unberührte Natur des größten Teils Masuren bergt in sich die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Hier leben solche Waldtiere, wie Elche, Hirsche, Rehe, Hasen und Wildschweine. Von Zeit zur Zeit kann man auch Luchse, Wölfe, Marder, Wisente und Wildpferde – Tarpane treffen. Die masurischen Seen, Sümpfe und Wälder bergen in sich auch eine reiche Vögelwelt, oft kann man den über die Seen kreisenden Seeadler sehen, jeden Tag kann man Kraniche und Schwarzstorche beobachten. Eigentlich auch jeden Tag kann man hier Kormorane, Schwäne, Milane und Graureiher treffen. Auf den Dächern der Landhäuser kann man sicherlich das Symbol der Masuren finden – den Weißstorch. Die masurischen Seen und Flüsse sind an vielen Fischen reich, wie Aale, Hechte, Welse und auch Barsche, Maränen und Forellen. Das kontinentale Klima verursacht, dass die Segelsaison in Masuren ab Mitte Mai bis Ende September dauert. Der Sommer dauert kurzer aber ist sehr heiß, die durchschnittliche Temperatur in der Sommersaison beträgt 20°C, oft aber überschreitet 30°C. Zu den wärmsten Monaten gehört hier Juli, im August ist es schon ein bisschen kühler, im September kann man schon mit leichten Frosten zu tun haben. Die schönste Jahreszeit in Masuren ist Herbst, es ist sonnig und die goldenen Farben der Wälder verzaubern die Touristen. Außerdem gibt es schon nicht so viele Touristen und eigentlich fast alle Charterjachten im Standard sind mit Heizung ausgestattet.

Die Masurische Seenplatte hat als ein Erholungsgebiet eine lange Tradition. Über 20 Seen sind miteinander durch zahlreiche Kanäle und Schleusen verbunden.  Das gibt uns die Möglichkeit einer freien Wahl der Wasserwege. Man kann einen Wasserweg von Norden nach Süden auswählen. Wir starten in Angerburg oder in Sztynort (deutsch Steinort), wenn wir über nicht so viele Freizeit verfügen können wir die Seereise in Giżycko (deutsch Lötzen) anfangen. Lötzen befindet sich in der Mitte Masuren.  Wenn man sich Richtung Norden richtet, befährt man den ganzen Komplex des Jezioro Mamry (deutsch der Mauersee), man fährt um die Inseln auf dem Jezioro Kisajno (deutsch Kissainsee), im Amphitheater in Steinort kann man die Live-Musik hören. In der Waldsiedlung Mamerki (deutsch Mauerwald) kann man die Bunker besichtigen. Über den Fluss Węgorapa (deutsch Angerapp) kommt man nach Angerburg, man befährt die Seen Święcajty (deutsch der Schwenzait See) und Dargin (deutsch der Dargeimer See). Wenn man von Lötzen Richtung Süden startet, über den Jezioro Niegocin (deutsch der Löwentinsee), über die Seen Jezioro Boczne, Jagodne, Szymon und Szymonieckie erreicht man den Jezioro Tałty (deutsch das Talter Gewässer). Wenn man die Strecke ein bisschen einbiegt, kommt man nach Ryn (deutsch Rhein), dann nach Mikołajki (deutsch Nikolaiken), weiter nach Ruciane-Nida (deutsch Rudczanny-Nieden) oder nach Pisz (deutsch Johannisburg). Als Ausgangspunkt kann man auch die Häfen am südlichen Teil Masuren auswählen, wie schon oben erwähnte Städte, wie Johannisburg oder Rudczanny-Nieden.

Die masurische Seenplatte ist eines der Hauptzielgebiete des Wassertourismus in Polen mit einer Vielzahl von Häfen, die unerlässliche Infrastruktur garantieren. Die Charterfirmen bieten sehr gut ausgestattete Segeljachten und Motorjachten an. In den Häfen und auf den Campingplätzen herrscht in der Saison ein großes Stimmengewirr. Die zahlreichen Restaurants, Fischbratereien und Tavernen stillen sogar den wählerischsten Gaumen.   

Der Wasserweg über die Große Masurische Seenplatte führt durch viele Ortschaften, welche direkt an diesen Seen gelegen sind, über welche wir fahren werden. In diesen Städten kann man viele interessanten historischen Objekte finden. Es lohnt sich also am Ufer anzulegen um diese Objekte kennenzulernen. Sehenswert in Angerburg ist die Kirche St. Peter und Paul, das Schloss des Deutschen Ordens aus dem 14. Jahrhundert und das Museum für Volkskultur.
Wenn man den Mauersee befährt muss man unbedingt eine kleine Ortschaft besichtigen, nämlich Mamerki (deutsch Mauerwald). Dort gibt es ein Komplex von deutschen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg – in Jahren 1940 - 1944 gab es dort das Hauptquartier der deutschen Landstreitkräften. In Mauerwald beginnt seinen Lauf der Kanał Mazurski (deutsch der Masurische Kanal). Langfristig sollte er die Masurische Seenplatte mit der Morze Bałtyckie (deutsch die Ostsee) verbinden aber der Bau wurde nie bis zu Ende geführt. Eine besondere Aufmerksamkeit verdient sich die Schleuse Leśniewo Górne, die ein paar Kilometer von Mauerwald entfernt ist. Wenn man über die Masurische Seenplatte fährt muss man ein Dorf Sztynort (deutsch Steinort) besuchen – das ist einer der größten Häfen für Jachten in Masuren, mit einem schönen Schloss, mit eigenem Amphitheater und mit der am Ufer gelegen Tankstelle. In der Mitte Masuren befindet sich die Stadt Giżycko (deutsch Lötzen) mit zahlreichen Anlegestellen für Jachten. Auf der Landenge zwischen dem Jezioro Kisajno (deutsch der Kissainsee) und dem Jezioro Niegocin (deutsch der Löwentinsee) liegt eine preußische Ringfestung aus dem 19. Jahrhundert – die Feste Boyen. Im Stadtzentrum wartet auf die Liebhaber der schönen Landschaften von der Panorama des Löwentinsees ein neogotischer Wasserturm. Am malerischen Jezioro Ryńskie (deutsch der Rheiner See) liegt die Stadt Ryn (deutsch Rhein). Über diese Stadt überragt ein Ordensschloss, wo sich heute ein 4-Sternen Hotel befindet. Nach der Besichtigung der Stadt Rhein richten wir uns nach Süden, nach Mekka von Masuren, nämlich nach Mikołajki (deutsch Nikolaiken). Während sich man dieser Stadt nähert, sieht man schon aus der Ferne die evangelisch-augsburgische Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. In Nikolaiken lohnt es sich auch den Marktplatz besichtigen und für die Wassersportler empfehlen wir Wioskę Żeglarską Mikołajki (deutsch das Segeldorf Nikolaiken). Über den Jezioro Mikołajskie (deutsch der Nikolaiker See) kommt man an einen der schönsten Seen in Masuren, an Jezioro Bełdany (deutsch Beldahn-See) an, der auf dem Gebiet der Johannisburger Heide liegt. Weiter nach Süden kommt man nach einer historischen Schleuse Guzianka (deutsch Schleuse Guschiene) an, die aus Ende des 19. Jahrhunderts stammt. Durch die Schleuse gelingt man am See Guzianka Mała und weiter erreicht man eine Enge und über diese Enge erreicht man den See Guzianka Wielka (deutsch der Guschienen See). Dann über den Kanał Nidzki (deutsch der Wangelkanal) kommen wir direkt an Jezioro Nidzkie (deutsch der Wangelsee) und gleichzeitig befindet man sich im Stadtzentrum von Ruciane-Nida (deutsch Rudczanny-Nieden). Um diese Stadt herum befinden sich viele Naturdenkmäler und die Liebhaber der militärischen Befestigungen sollten hier die historischen Bunker besichtigen. Weiter fahren nach Süden aus dem Nikolaiker See kann man die zweite Richtung über den größten polnischen See, den Jezioro Mamry (deutsch der Mauersee) auswählen. Über den Jeglinkanal, über den Jezioro Roś (deutsch der Roschsee) und über den Fluss Pisa (deutsch Pissa) kommen wir nach Pisz (deutsch Johannisburg) an. Am Ort lohnt es sich das Ordensschloss, den Turm der Johanneskirche und das Rathaus, das im Jahr 1900 erbaut wurde, wo sich ein  Muzeum Ziemi Piskiej (deutsch das Museum von Piska Erde) befindet, zu besichtigen.

Die Großen Masurischen Seen sind weltweit eine Natursensation. Diesem Naturwunder kann in Europa nur Finnland Konkurrenz machen. Die Qualifizierung dieses Gebietes für das strenge Final der internationalen Wettbewerb „Nowe Siedem Cudów Natury“ (deutsch „Neue 7 Wunder der Natur) hat die unbestrittenen Natur- und touristischen Vorteile von Masuren bestätigt. In diesem Wettbewerb wird Masuren für einen von 28 der schönsten Plätzen auf der Welt erklärt. Das ist nicht Masuren, sondern ein Naturwunder