Masuren »  Lötzen

Lötzen ist die größte Stadt in der Großen Masurischen Seenplatte und liegt im zentralen Teil der Masuren. Lötzen breitet sich auf einer Landzunge zwischen den einigen Seen vom Mauersee Komplex (zu diesem Komplex gehören solche Seen, wie Mauersee, Kirsaitensee, Kissainsee, Dargeimer See, Schwenzait See und Dobskie – deutsch der Doben See) am Norden und zwischen dem Löwentinsee am Süden aus. Diese beiden Seegebiete sind miteinander mit einem Kanalsystem verbunden. Kanał Giżycki (Łuczański) (deutsch Lötzener Kanal) verbindet den Löwentinsee mit dem Kirsaitensee (das südliche Gebiet des Mauersee-Komplexes), hingegen Kanał Niegociński (deutsch Löwentiner Kanal) verbindet den Löwentinsee mit dem Talter Gewässer und weiter über den Kanał Piękna Góra mit dem Kirsaitensee. Lötzen ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Gebiet der Großen Masurischen Seenplatte. Von hier aus fahren in allen möglichen Richtungen die Busse, Züge und Ausflugschiffe.

Die Geschichte der Stadt Lötzen reicht bis in das Jahr 1340. In diesem Jahr wurde auf der Landenge zwischen dem Löwentinsee und dem Kissainsee die Burg Lötzen auf der Großen Werderinsel errichtet. Zusammen mit dem Schloss hat sich auch das Dorf entwickelt.  Im Jahr 1612 hat Lötzen die Stadtrechte erhalten. Im Jahr 1657 wurde diese Stadt während der Tatareneinfällen geplündert. Im 19. Jahrhundert hat die Stadt angefangen sich zu entwickeln, im Jahr 1844 hat der Bau der Feste Boyen begonnen, sind Pflasterwege entstanden, ist auch ein Kanalsystem entstanden, das eine regelmäßige Schifffahrt über die Große Masurische Seenplatte ermöglicht.  Während des Ersten Weltkrieges hat die örtliche Feste Boyen eine große Rolle während der Kampf um Große Masurische Seenplatte gespielt. Die Feste wurde zwei Mal von der russischen Armee belagert aber nie wurde eingenommen. Schon in der Zwischenkriegszeit wurde diese Stadt zu einem modernen Kurort, die Passagierschifffahrt über die masurischen Seen hat gestartet, wurden zahlreiche Hotels und Gästehäuser gebaut, auf den Seen haben die Regatta stattgefunden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Lötzen von  der Roten Armee geplündert und im Mai 1945 ist die Stadt unter polnische Verwaltung gekommen.

Heute spielt Lötzen als Zentrum des Tourismus und Wassersportmöglichkeiten im Gebiet der masurischen Seen eine sehr wichtige Rolle und ist „Die Hauptstadt des Segelsportes in Polen“ genannt.  

Lötzen bittet den Wassersportlern eine hervorragende Infrastruktur an, es gibt hier einige modernen Anlegestellen für Jachten mit an der Spitze stehenden Ekomarina auf dem Löwentinsee und mit dem Bootshaus Stranda auf dem Kissainsee. Selbst in der Stadt fungieren viele großen Charterunternehmen, wo man problemlos eine Motorjacht oder Segeljacht für eine Seereise über Masuren vermieten kann. Leicht zu finden sind zahlreiche Gästehäuser, Hotels, Pubs, Restaurants. Selbstverständlich die meisten davon liegen am Kai nicht weit von Ekomarina entfernt, direkt an der Mündung des Lötzener Kanals in den Löwentinsee oder am Ufer des Talter Gewässers oder des Kissainsees.

Zu den wichtigsten touristischen Attraktionen gehört die gut erhaltene Feste Boyen. Diese Feste ist ein interessantes Beispiel des militärischen Baus aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sehenswert ist auch evangelische Kirche, das erste Gotteshaus aus Holz aus der Reformationszeit. Das jetzige Gebäude wurde in Jahren 1826-1827 nach Karl Friedrich Schinekls Projekt gebaut. Im Sommer finden hier die Orgelkonzerte im Rahmen der Międzynarodowego Festiwalu Muzyki Organowej i Kameralnej (deutsch Das Internationale Festival von Orgel- und Kammermusik) statt. Es lohnt sich auch den alten Wasserturm zu besichtigen. Von dort aus breitet sich eine schöne Landschaft auf den Löwentinsee aus. Am Horizont kann man den Hügel des Heiligen Brun von Querfurt sehen, den man auch während Besichtigung der Stadt besuchen sollte. Aus dem Hügel breitet sich eine schöne Panorama der Stadt Lötzen, des Löwentinsees und der Feste Boyen aus. Die Drehbrücke auf dem Lötzener Kanal kommt aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und gehört zu den technischen Architekurdenkmälern.  Die Drehbrücke ist das einzige solche Gebäude in Polen.  


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