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Steinort ist ein kleines malerisches Dorf und liegt am Jezioro Sztynorckie (deutsch der Steinort-See), im Norden der Großen Masurischen Seenplatte auf der Halbinsel und ist auf drei Seiten von Seen: Mauersee, Dargeimer See und Kirsajty (deutsch der Kirsaitensee) umgeben. Die mit den Eichen bewachsene Halbinsel gehört zu den schönsten Plätzen in Masuren. Im nördlichen Teil des Dargeimer Sees gibt es ein Eingang in den Kanał Sztynorcki (deutsch der Steinort-Kanal), der nicht so einfach zu erkennen ist. Das ist der einzige Weg, der an den Steinort-See und der einzige, der nach Jachthafen Steinort führt.

Die Geschichte dieser Ortschaft ist untrennbar mit der Familie von Lehndorff verbunden, die  das Landgut ununterbrochen seit dem 1420 bis zum 1944 verwaltet haben. Eine besondere Aufmerksamkeit verdient sich das aus dem 16. Jahrhundert stammende Schloss. Infolge vieler Zerstörungen und vieler Umbauten wurde sein ursprüngliches Aussehen und sein Standort geändert. In Jahren 1689 – 1691 wurde das Schloss nach einem großen Brand durch die Gräfin Marie Eleonore von Dunhoff – die Ehefrau von Ashever von Lehndorff, erneut wiederaufgebaut. Aus diesem Zeitraum stammt auch ein Park mit der Fläche von 8 Hektar, der das Schloss vom Norden umgibt und schöne Eichenallee. Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Gebäude das Auswertige Amt des Dritten Reiches eingerichtet.  Ein häufiger Gast war hier Joachim von Ribbentrop. Für ein Familienleben hat man einen Flügel des Schlosses bestimmt, den die Ehefrau von Heinrich von Lehndorff zusammen mit Kindern bewohnt hat. Heinrich von Lehndorff war Oberleutnant der Wehrmacht und hat am Attentat auf Hitler teilgenommen. Im Jahr 1944 wurde er wegen seiner Beteiligung am Attentat hingerichtet und seine Familie wurde in das Konzentrationslager eingeliefert. Während der Kriegshandlungen wurde Steinort der Zerstörung entgangen. Bis zum Jahr 1947 hatte die Rote Armee hier sein Hauptquartier. Nach längerer Besetzung durch die Rote Armee wurde aus prächtiger Ausstattung des Schlosses nicht viel geblieben. Seit den 90. Jahren des 21. Jahrhunderts gehört das ganze Landgut in Steinort zur Gesellschaft Tiga Yacht && Marina.

Aktuell gehört Steinort zu den größten Jachthäfen in Masuren.  Zu diesem Komplex zählt man ein gutes Dutzend von Anlegestegen zusammen mit Wasseranschluss und Stomverbindung, eine volle Sanitätsstelle (Toiletten, Duschen, Plätze wo man Geschirr abwaschen kann). Zur Verfügung der Wassersportler steht am Ort eine am Ufer gelegene Tankstelle, ein Amphitheater, wo in der Sommersaison viele regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen stattfinden. In Steinort gibt es ein Luxushotel, das sich im Hilfsraum des Schlosses befindet, mit berühmter Weinkellerei. Am Ort findet man auch Restaurants, Fischbratereien, Pizzerien, berühmte Taverne „Zenza”, wo zahlreiche Shanty-Konzerte stattfinden. Es gibt hier auch ein Lebensmittelgeschäft, ein Segelgeschäft, ein Geldautomat, zur Verfügung der Segler steht auch ein Platz für Lagerfeuer und ein Zeltplatz. Der Hafen in Steinort ist ein Standort von vielen Charterunternehmen. Wegen der Infrastruktur gehört der Hafen zu den Plätzen, welche fast jede Schiffmannschaft während einer Seereise über Masuren besichtigt.  


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