Oberlandkanal »  Saalfeld

Saalfeld (Zalewo) ist eine kleine Ortschaft, die am nordöstlichen Ufer des großen Ewing-Sees liegt, der zur Eylauer Seenplatte gehört. Diese Stadt ist über den Weisdorf Kanal mit dem Geserich See verbunden. Von hier aus kann man über den Oberlandkanal nach Frischem Haff, nach Pętla Żuławska (deutsch Kehre der Marschland), über den internationalen Wasserweg E70 nach Antwerpen und Amsterdam gelangen. Am Ufer der Saalfeld gibt es eine moderne Anlegestelle, mit Landanschlussstücken und mit voller Sanitätsstelle.

Die Geschichte von Saalfeld hat schon über 700 Jahre. Zunächst gab es hier ein Schloss des Deutschen Ordens und um das Schloss herum ist eine angelegte Siedlung entstanden. Von Anfang an hat diese Stadt sehr wichtige administrativen und kirchlichen Rollen gespielt – war der Sitz des Landkreises und Konsistoriums für Pomesanien. Die Bürger haben dort kein leichtes Leben geführt. Die Stadt haben Brände, Pestepidemien und Kriegen heimgesucht. Nach der Pestepidemie im Jahr 1710 sind nur sieben Familien am Leben geblieben. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte Saalfeld ihre Blütezeit: die wirtschaftliche Entwicklung dank dem Bau des Oberlandkanals und dem Bau der Eisenbahnlinie Osterode-Elbing. Nach dem 2. Weltkrieg hat Saalfeld in der administrativen Sicht zu Polen gehört und nach dem Krieg sind gerade mal 25% von Gebäuden geblieben. Das interessanteste Denkmal ist aus dem 15. Jahrhundert stammende St.-Johannis-Kirche zusammen mit den Überresten der Schutzmauer und mit dem Wehrturm. Empfehlenswert zu sehen ist auch das Gebäude von der Schule, welches durch bekannten deutschen Architekten Kurt Frick entworfen und im Jahre 1928 beendet wurde. Wenn man schon Saalfeld besucht, lohnt es sich die Altstadt und die historischen Miethäuser zu besichtigen. An der Sienkiewicz Straße befindet sich eine Kapelle der Heiligen Familie,  ein Glockenturm und ein jüdischer Friedhof – über zehn Matzewas sind immer noch im guten Zustand erhalten (Matzewa – ein jüdischer Grabstein).


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